Aber weshalb gestalten wir eigentlich?

Ein Differenzierungsversuch der Frage nach dem „Weshalb“ in der Gestaltung – von Luzia Fleischmann.

Wer der Frage nach dem Weshalb in der Gestaltung nachgeht, muss zunächst den Begriff Weshalb differenzieren. Ein übergeordnetes Weshalb lässt sich in drei Perspektiven aufgliedern, die ebenfalls mit W-Pronomen repräsentiert werden können. Das Warum fragt nach Ursache oder Motivation (causa efficiens), das Wozu zielt auf ein angestrebtes Ziel (causa finalis) und das Wofür beleuchtet den Zweck oder die Funktion eines Werks im jeweiligen Kontext (causa instrumentalis).

Für die pragmatische Gestaltung im Alltag, für Werkanalysen oder sogar für juristische Argumentationen mag diese dreiteilige Unterscheidung mehr als genügen. Aber wird damit das genuine Motiv des Gestaltens erfasst?