Wahrnehmung und Bewusstsein – Eine kleine Simulation

In dieser Simulation untersuchen wir Konzepte der Wahrnehmung und des Bewusstseins. Wir setzen uns mit Bottom-up- und Top-down-Prozessen auseinander und fragen uns, wie wir die eine Welt wahrnehmen, wie wir damit unsere Welt prägen und wie wir dieser bewusst werden.

LS – Luzia Fleischmann
Wenn in der menschlichen Wahrnehmung das Verhältnis der Aktivität von Bottom-up zu Top-down auf einer Skala von 1 bis 10 dargestellt würde, wo würden dann folgende Wahrnehmungs- und Bewusstseinskonzepte liegen? Bitte ordne sie auf einer Skala ein und erkläre diese!

Betrachten, Beobachten, Schauen, Vorstellen, Erfassen, Erkennen, Interpretieren, Perzeption, Rezeption (wahrnehmungspsychologisch), Rezeption (kulturwissenschaftlich), Sensorik, Kontemplation (künstlerisch), Meditation (allgemein), Imagination, Empfinden.

GPT-4o
Die menschliche Wahrnehmung und das Bewusstsein kann durch ein Zusammenspiel von Bottom-up- und Top-down-Prozessen charakterisiert werden. Bottom-up-Prozesse sind datengetrieben und basieren auf sensorischen Eingaben, während Top-down-Prozesse wissens- und erfahrungsgetrieben sind und höhere kognitive Funktionen einbeziehen. Hier ist eine mögliche Einordnung der genannten Wahrnehmungskonzepte auf einer Skala von 1 (stark Bottom-up) bis 10 (stark Top-down):

  • Sensorik (1): Reine sensorische Wahrnehmung ohne kognitive Verarbeitung. Es geht um das unmittelbare Empfangen von Reizen durch die Sinne.
  • Empfinden (2): Empfinden ist ein naher Bottom-up-Prozess, da es die erste und direkte emotionale Reaktion auf sensorische Reize beinhaltet.
  • Perzeption (2-3): Die Organisation und Interpretation sensorischer Informationen, die erste rationale Prozesse beinhaltet, aber noch stark auf sensorischen Daten basiert.
  • Schauen (4): Allgemeines Erfassen visueller Informationen, das sowohl sensorische Eingaben als auch erste kognitive Interpretationen umfasst.
  • Betrachten (5): Bewusstes und gezieltes Wahrnehmen von Objekten oder Szenen, das mehr kognitive Verarbeitung erfordert als Schauen.
  • Beobachten (5.5): Systematischer und gezielter Prozess des Wahrnehmens, bei dem spezifische Details und Muster erkannt werden. Dies erfordert eine balancierte Mischung aus Bottom-up- und Top-down-Prozessen.
  • Rezeption (wahrnehmungspsychologisch) (6): Empfangen und Verarbeiten von sensorischen Informationen unter Einbeziehung kognitiver Prozesse.
  • Erfassen (6.5): Kognitive Aufnahme und Verarbeitung von Informationen, die über die sensorische Wahrnehmung hinausgeht und stärker auf vorhandenes Wissen zurückgreift.
  • Erkennen (7): Identifizieren und Verstehen von Objekten oder Situationen basierend auf vorherigem Wissen und Erfahrungen.
  • Vorstellen (7.5): Mentales Erzeugen von Bildern oder Szenarien basierend auf Erinnerungen und Wissen, ohne direkte sensorische Eingaben.
  • Interpretieren (8): Tiefergehendes Verstehen und Erklären von Wahrnehmungen oder Informationen, stark beeinflusst durch Vorwissen, Erfahrungen und kognitive Prozesse.
  • Rezeption (kulturwissenschaftlich) (3-8): Verstehen und Interpretieren von Reizen kultureller Artefakte, was erheblich durch Vorwissen und kulturelle Kontexte beeinflusst wird.
  • Imagination (emotional) (9): Emotionale Imagination ist ein starker Top-down-Prozess, da es die Fähigkeit beinhaltet, sich etwas weitgehend in Abwesenheit von direkten sensorischen Informationen mit Gefühlen zu kreieren. Es erfordert den Einsatz von Vorwissen, Emotion und kreativem Denken, um neue Ideen oder Bilder zu erzeugen.
  • Kontemplation (künstlerisch) (2-9): Wahrnehmung eines Werks durch intensives Eingehen auf sowohl sensorische (Bottom-up) als auch kognitive Prozesse (Top-down). Der Grad der Bottom-up- oder Top-down-Beteiligung ist hoch und der Zustand fast meditativ.
  • Meditation (allgemein) (1-10): Zustand fokussierter Aufmerksamkeit und Bewusstseins, der sowohl auf sensorische Aktivität fokussiert sein kann (z.B. Achtsamkeitsmeditation) als auch darauf abzielen kann, absolute kognitive Kontrolle zu erfahren (z.B. transzendentale Meditation).

Es ist zu beachten, dass diese Einschätzungen allgemein sind und je nach spezifischem Kontext und individueller Interpretation variieren können.

LS – Luzia Fleischmann
Bist du dir dieser Einschätzungen bewusst?

GPT-4o
Was mich betrifft: absolut (3-8).