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Die 10 gestalterischen Absichten (Wieso?)

Im Folgenden wird der Versuch unternommen, gestalterische Absichten zusammenzutragen. Die Liste ist weder vollständig noch sind die einzelnen Absichten trennscharf. Sie können sich verschmelzen oder überlagern. Nebst den hier aufgelisteten Absichten (dem Wieso?) kann auch eine gestalterische Strategie (das Wie?) zum Selbstzweck und somit zur Absicht erklärt werden (z.B. der Akt des Sammelns). Umgekehrt kann eine Absicht auch zur Strategie erklärt werden. So wurde z.B. die Provokation (also eine Absicht) in manchen zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten zur Strategie.
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Die 10 gestalterischen Strategien (Wie?)

Seit einigen Jahren wird in Fachartikeln, Lehrmitteln und populären Kunstzeitschriften gehäuft von so etwas wie Strategien künstlerischen Arbeitens, künstlerischen Methoden oder dergleichen gesprochen. Auf den ersten Blick sind diese vermeintlichen Kunstricks insbesondere im Kunstkontext kritisch zu betrachten. Im Kontext der Gestaltungspraxis und Rezeption scheinen diese jedoch sehr inspirierend und aus pädagogischer Sicht vielversprechend zu sein. Allerdings schaffen diese meist als Aufzählungen mit ansprechenden Werkbeispielen illustrierten Darstellungen auch Konfusionen. Die grösste Verunsicherung entsteht durch die unreflektierte Vermengung von Absichten und Strategien. Zwar bestehen zwischen Absicht und Strategie eine Interaktion. Jedoch darf für eine mündige Handhabung weder in der Produktion noch in der Rezeption die Unterscheidung von Wieso und Wie vermengt werden. Die gestalterische Absicht ist der Beweggrund für die Gestaltung, verbunden mit der Vorstellung vom Ziel und dem gestalterischen Impact. Die gestalterische Strategie hingegen ist eine Wegbeschreibung für den Gestaltungsprozess zum Erreichen des Ziels. Dieser Beitrag konzentriert sich in einer ersten Annäherung auf die Darstellung der gestalterischen Strategien. Die gestalterischen Absichten werden später in einem weiteren Schritt untersucht. (siehe hier: Die 10 Gestalterischen Absichten)

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Allgemeine Kontrasttheorie

Im Gestaltungsunterricht wird relativ präsent die Theorie der Farbkontraste aber keine allgemeine Kontrasttheorie unterrichtet. Dies hat damit zu tun, dass keine Kontrastlehre im Lehrplan enthalten ist. Aber auch die theoretischen Grundlagen fehlen, geschweige denn die Lehrmittel. Dies ist zu bedauern, da eine allgemeine Kontrasttheorie die Fähigkeit der Gestaltung und Rezeption im zweidimensionalen und dreidimensionalen Bereich über die gestalterischen Mittel wie Farbe, Form, Textur, Komposition, Material aber auch Inhalt enorm erweitern würde. Nicht nur das, eine allgemeine Kontrasttheorie könnte auf die gesamte wahrnehmbare Umwelt wie z.B. auf Politik, Wirtschaft und Familie angewendet werden, um komplexe Sachverhalte verstehen und ordnen zu können. Dies ist der Grund, wieso hier der Versuch unternommen wird, den Ansatz einer allgemeinen Kontrasttheorie zu formulieren.

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Zur Klarstellung der Farbkontraste

Die Behandlung der Farbkontraste ist Bestandteil der Farbenlehre und somit eines jeden Gestaltungsunterrichts. In der Schweiz wird nach wie vor die Farbenlehre des Schweizer Kunstpädagogen Johannes Itten (1888-1967) gelehrt, obwohl seine Theorie von manchen Kritikern oder Wissenschaftlern angefochten wird (z.B. von Harald Küppers, 1928*). Dieser Beitrag versucht die Kontraste grundlegend und unvoreingenommen aufzuzeigen. Dabei wird der Anspruch erhoben, „echte“ Farbkontraste von Kontrasteffekten zu unterscheiden. Zudem sollen die Farbkontraste, also der Unterschied zweier Farbwerte, als skalierbare Grösse verstanden werden, indem jeweils ein grosser und kleiner Kontrast aufgezeigt wird. Teils wird die Terminologie von Itten mit einfacheren Begriffen ersetzt. Ittens Begriffe und andere geläufige Begriffe werden, um den Zusammenhang aufzuzeigen, ebenfalls genannt. Weiterlesen